Anders glücklich X.0

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Anders glücklich X.0

Eigentlich habe ich aufgehört zu zählen, wie oft ich Anders glücklich schon neu erfunden habe. Jetzt kehre ich zu den Wurzeln von Anders glücklich zurück, aber mit anderem Schwerpunkt.

Diese Veränderung ist ein bisschen aus der Not heraus geboren: Vor etwa einem halben Jahr hat mich - oder vielmehr meinen Computer - ein bösartiger Virus heimgesucht, der letztlich dafür gesorgt hat, dass Anders glücklich monatelang offline war. Leider war ich und auch mein Lieblingsadmin beruflich so eingespannt, dass wir uns diesem komplexen Problem lange nicht wirklich widmen konnten. Nun haben wir es endlich geschafft und die Website liegt sicher auf unserem eigenen Server und läuft mit einer Software, die weniger angreifbar ist.

Und wie schon so oft, habe ich auch in jener Zeit darüber nachgedacht, ob ich Anders glücklich überhaupt fortführen will und wenn ja, wie. Nicht zuletzt, weil mir bewusst wurde, wie verletzlich eine solche Website sein kann und wie persönlich die Informationen, die ich hier teilte.

Das neue Anders glücklich wird nicht unbedingt weniger persönlich, aber den Schwerpunkt möchte ich etwas verlagern. Es wird weniger Details zu Lenchen und unserem Pflegealltag geben, dafür mehr Einblicke in meine Gefühlswelt als pflegende Mama und meinen Weg zu mehr Selbstfürsorge. Und der Fokus liegt klar auf meinen bei euch so beliebten Bildern und Texten.

Als ich Anders glücklich startete, brannte ich für die Idee, Lenchens Geschichten aufzuschreiben und die Bilder dazu zu malen, ein Kinderbuch daraus zu machen. Dass dieser Blog und dieses Buch so vielen Menschen - großen und kleinen - so viel gab und gibt, dass sich Kinder darin wiederfinden und es die Themen Behinderung und Inklusion auch Menschen näher gebracht hat, die vorher kaum Berührungspunkte damit hatten, ist eine wunderbare Entwicklung, die nicht geplant war, weil ich damit in diesem Ausmaß überhaupt nicht rechnen konnte. 

Wenn ich also jetzt zu diesen Wurzeln von Anders glücklich zurückkehre, mich wieder aufs Schreiben und Malen besinne, über uns, über mich und meine Innenwelt als pflegende Mutter, heißt das nicht, dass sich die Ziele für Anders glücklich geändert haben, sondern dass ich meinen ganz eigenen Weg gehe, um die Welt auf meine Art zu einem besseren - oder auf jeden Fall bunteren Ort zu machen.